(Ins Deutsche übersetzter LW-Abschnitt des aktualisierten FXGuide Artikels über die bekanntesten Renderer ..)
° LightWave - NewTek
LightWave hat einen eingebauten Renderer, der, wie vieles von dem ‚restlichen‘ Produkt insgesamt - in den letzten Jahren neue Energie in das Programm fliessen liess.
LightWave (LW) war seit vielen Jahren eine Hauptstütze für visuelle Effekte in Fernseh-Produktionen. Seit seiner Einführung hatte LW eine Schlüsselfunktion in vielen Episoden von so berühmten Effekte-Serien wie Babylon 5 (Syndicated / TNT, Visual FX 1993 Emmy Award), Buffy The Vampire Slayer (UPN), Firefly (Fox - Emmy-Gewinner), Star Trek: Deep Space Nine / Enterprise / Voyager (UPN), Battlestar Galactica (SciFi) und Terra Nova (Fox). Fast alle wichtigen Netzwerk-SciFi-Serien verwendeten zu irgendeinem Zeitpunkt LW.
In jüngerer Zeit wurde LW auch für visuelle Effekte von Produktionen jenseits des SciFi-Metiers verwendet, beispielsweise in ‚traditionellen‘ Serien, wie CSI / CSI: Miami / CI: New York (CBS), FlashForward (ABC), Fringe (FOX) und anderen.
Während LW in Spielfilm-Produktionen weniger prominent war, kam es zuletzt bei der Space-Nazi-Komödie ‚Iron Sky‘ zum vollen Einsatz. ..
Mit der Einstellung von Rob Powers als Vizepräsident für die 3D Entwicklung bei NewTek hat LW einen Schritt von der Insel-Software-Lösung in Richtung Pipeline-Umgebung gemacht. Aktuelle Ergänzungen wie Geo-Instancing haben das Feature-Set erweitert und auch andere neue Industrie-Standards, wie beisielsweise Alembic, werden aktiv erforscht, damit LW für Produktionen in größeren Studios genutzt werden kann, wo gemischte Programm-Pipelines die Norm sind.
LW ist nicht auf TV-Serien oder Kinofilme beschränkt, es wird auch in etlichen anderen Bereichen verwendet. Angesichts seiner langen Geschichte konnte das 3D-Programm in so einige Segmente des Marktes vordringen.
Der 3D-Künstler Christopher Short beispielsweise verwendet LW im Druck-Bereich. Er arbeitet als freier Illustrator erfolgreich für etliche nationale und internationale Publikationen, unter anderem hat er über 40 Newsweek-Cover gestaltet. "Ich verwende LightWave und sein GI-System als mein Haupt-Rendering-Tool", äusserte er gegenüber FXGuide.
Über die Produktion des österreichischen TV-Films 'Die lange Welle hinterm Kiel' ('The long wave behind the keel') nach einem Roman von Pavel Kohout berichtet Thomas Leitner : "Wir haben elf Einstellungen komplett in LightWave gemacht : das Schiff, das Meer und den Rauch (mit TurbulenceFD Fluid Dynamics)." Es wurde in Full HD mit zwischengespeichertem GI (Monte Carlo) bei rund 17 min Berechnungszeit pro Einzelbild gerendert.
Es gibt auch einen separaten GI-Renderer für LightWave. KRAY ist ein Global Illumination Renderer, der eine schnelle und genaue Berechnung von Szenen ermöglicht, in denen indirektes Licht eine wichtige Rolle spielt. Der Renderer beinhaltet einen modernen Raytracer mit full GI, Refractions, Irradiance Caching, Lighting Mapping (ähnlich Photon Mapping), Importance Sampling und Caustics. KRAY gibt’s als LightWave Plugin oder als eigenständigen Renderer für PC und Mac.
(Anmerkung des Übersetzers : FPrime und der neue VPR .. sollten auch nicht ganz unter den Tisch fallen?)
*Kompletter Artikel :
http://www.fxguide.com/featured/the-art-of-rendering/